Rotklee: Was er kann und wie du dir eine Tinktur herstellst

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Von vielen unbeachtet, früher auch von mir und das völlig zu unrecht, wächst der Rotklee fast auf jeder Wiese. Inzwischen ist diese wertvolle Pflanze mit ihrer wunderschönen, violetten Färbung eine meiner absoluten Lieblingskräuter. Ich nutze sie sehr regelmäßig, weshalb ich im Sommer nun kaum noch an einer Wiese vorbeigehen kann, ohne ein paar Rotkleeblüten einzusammeln. Mein kleiner Sohn hilft mir begeistert dabei und ist schon selbst zu einem kleinen Nachwuchskräutersammler geworden.

Was er kann, der Rotklee:

  • gleicht den Hormonspiegel aus –> besonders für Frauen in den Wechseljahren eine prima Hilfe
  • reguliert den Menstruationszyklus
  • hilft vorbeugend gegen PMS –> Ich weiß wovon ich rede und empfehle daher jeder PMS-geplagten Frau es „in den Tagen vor den Tagen“ unbedingt mal mit Rotklee-Tee zu probieren.
  • gleicht Stimmungsschwankungen aus / sorgt für gute Laune
  • wirkt schlaffördernd
  • hilft bei Husten & Bronchitis
  • wirkt der Hautalterung entgegen, fördert dadurch, dass er das Wasser im Bindegewebe zurückhält, eine glatte, faltenfreie Haut
  • wirkt blutreinigend und entzündungshemmend, weshalb er eine schnellere Heilung von Hautkrankheiten fördert
  • ist stimulierend und stärkend, daher optimal zur Anwendung nach langer Krankheit

Anwendung:

Du kannst frische oder getrocknete Rotklee-Blüten für Tee verwenden. Das mache ich besonders gerne. Für eine 250 ml-Tasse nimmt man 5-6 TL frische Blüten oder 3-4 TL getrocknete. Mit 250 ml kochendem Wasser aufgießen und etwa 10 Minuten ziehen lassen.

Für die innere und äußere Anwendung eignet sich eine Rotklee-Tinktur perfekt. Die ist einfach gemacht und sowohl als alkoholische aber auch als nicht-alkoholische Variante möglich. Wie du dabei vorgehst? So:

Rotklee-Tinktur / Rotklee-Essigauszug

Du brauchst:

  • Rotkleeblüten
  • ein Schraubglas
  • Alkohol mit mindestens 40 % Vol. z.B. Wodka
  • oder für die nicht-alkoholische Variante Essig z.B. Apfelessig (bei Verwendung gegen Hautkrankheiten wirkt der gleich noch mit)

Herstellung:

Gebe die Blüten in das Schraubglas und gieße das Ganze mit dem Alkohol oder dem Essig auf.

Anschließend zuschrauben und  für ca. drei Wochen an einem warmen, dunklen Ort ziehen lassen. Während dieser Zeit verfärben sich Blüten und Alkohol. Das ist nichts Schlimmes, sondern zeigt lediglich an, dass die Wirkstoffe vom Rotklee in den Alkohol oder Essig wandern.

Tipp: Alle paar Tage vorsichtig schwenken, so dass auch die oberen Blüten immer mit Essig oder Alkohol bedeckt sind. So vermeidest du, dass sich Schimmel bildet.

Nach drei Wochen durch ein Sieb geben und möglichst in Flaschen mit dunkel gefärbtem Glas füllen, so dass die Wirkstoffe lange erhalten bleiben. Aus dem selben Grund solltest du die Tinktur kühl und dunkel aufbewahren.

Ich habe bereits beide Varianten ausprobiert. Im letzten Sommer gab es einen Rotklee-Auszug mit Apfelessig und dieses Jahr war die alkoholische Tinktur an der Reihe. Die Anwendung ist für meine Begriffe sehr ähnlich, auch wenn sich das Endprodukt natürlich unterscheidet. Die Wirkstoffe sind in beiden Flüssigkeiten enthalten.

Und so wende ich die Tinktur an:

Innerlich beschränke ich mich bisher auf den Tee aus Rotklee-Blüten und wende die Tinktur hauptsächlich äußerlich an. Du kannst aber auch – beispielsweise zur Stärkung und/oder Stimmungsaufhellung, gegen Wechseljahresbeschwerden oder bei PMS – 10-15 Tropfen davon in ein Glas mit Wasser geben und trinken.

Äußerlich – zur Behandlung von Hautkrankheiten – gibt es verschiedene Möglichkeiten. Du kannst die Rotklee-Tinktur pur auf ein Baumwoll-Pad oder ein -Tuch geben und die entsprechenden Stellen damit abtupfen. Lässt du das Tuch oder Pad länger auf deiner Haut liegen, verstärkt sich die Wirkung.

Ich verwende die Tinktur gerne in Form von Waschungen, verdünnt mit starkem Tee (dessen Kräuter ebenfalls auf die jeweilig gewünschte Wirkung abgestimmt sind). So wie beispielsweise hier (siehe unten,  2. Punkt) beschrieben. Dafür stelle ich mir das Wasser frisch her, gebe es auf einen Waschlappen und – klar – wasche damit die entsprechenden Bereiche meines Körpers.

Und jetzt seid ihr dran: Wenn ihr Lust bekommen habt, euch den Rotklee und seine Wirkung zunutze zu machen, wünsche ich euch viel Spaß beim Sammeln und Ausprobieren! Berichtet gerne von euren Erfahrungen mit diesen wunderbaren Blüten! Ich freu mich drauf! : )

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